Erneut Obdachlosenvertreibung am Hansaplatz

Seit einigen Wochen gibt es am Hansaplatz eine Platzordnung, “im Auftrag des Bezirksamts”. Und diese Ordnung wird von einem speziell eingerichteten Wachschutz durchgesetzt, der sich vor allem darum kümmert, die Obdachlosen zu verjagen. Dieser Wachschutz wird teilweise vom Bezirksamt finanziert. Damit macht sich die Verwaltung mitschuldig an der Diskriminierung von Menschen, die keine Wohnung haben. Und das nicht zum ersten Mal.
In den vergangenen Jahren räumte das Ordnungsamt Dutzende Male die Schlafsäcke und wenige Habe dieser Menschen, die am unteren Ende der Gesellschaft leben müssen. Besonders hervorgetan hat sich dabei der grüne Bezirksbürger Stephan von Dassel, der diese Vertreibung immer wieder öffentlich verteidigte. So auch jetzt wieder. Unterstützt wird er dabei vom SPD-Abgeordneten Thomas Isenberg und dem “Bürgerverein Hansaplatz”. Diese Law-and-Order-Vereinigung weckt mit ihrem Hass gegen Wohnungslose böse Erinnerungen.
Es ist einfach nur erbärmlich, wie man Menschen vertreiben kann, die praktisch nichts haben, nur weil sie das kleinbürgerliche Ordnungsempfinden stören.

 


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