Mord im Kleinen Tiergarten

[Update 25.8., 11.16 Uhr] Freitag Mittag ist im Kleinen Tier­garten hinter dem Park-Café ein 40-jähriger Mann aus Geor­gien durch einen Radfahrer erschossen worden. Dabei hat das Opfer einen tödli­chen Kopf­schuss erlitten. Der Alarm traf um 12.02 Uhr bei der Leit­stelle ein.

Der Täter hat die Waffe, das Fahrrad sowie Klei­dung an der Lessing­brücke in die Spree geworfen. Unbe­kannt ist bisher das Motiv des Täters, einem 49-jährigen Tsche­tschenen. Möglich ist, dass es sich um eine Tat „im Drogen­mi­lieu“ handelt. Gegen 13.30 Uhr wurde ein Mann fest­ge­nommen, er soll eine größere Menge Bargeld bei sich gehabt haben. Am Samstag wurde gegen den Mann Haft­be­fehl erlassen wegen drin­gendem Verdacht, dass er der Täter ist.

Eine Stunde lang kreiste ein Hubschrauber über dem Tatort, auch ein Boot der Wasser­schutz­po­lizei war an nahen Spree mit Tauchern im Einsatz. Zahl­reiche Poli­zei­kräfte waren in der Umge­bung unter­wegs. Die Leiche war stun­den­lang noch durch ein größeres Zelt abge­deckt und wurde von der Spuren­si­che­rung unter­sucht. Das Café sowie ein Teil des Parks waren abge­sperrt.
Gegen 16 Uhr gelang es Tauchern, einen Teil der Sachen aus der Spree zu bergen. Darunter auch die Waffe sowie das Fahrrad.

Nach Pres­se­mel­dungen handelt es sich bei dem Toten um den „isla­mis­ti­schen Gefährder“ Zelimkhan K. Er wohnte seit einigen Jahren in Berlin, hinter­lässt eine Frau, zwei Kinder und einen Bruder. Nach Angaben von geor­gi­schen Medien soll Zelimkhan K. zur Anti-Terror-Abtei­lung des geor­gi­schen Innen­mi­nis­te­riums gehört und Verbin­dungen zum Geheim­dienst gehabt haben. Dies alles ist bisher aber nicht offi­ziell bestä­tigt.

Fotos: Micha Runow

[Artikel ursprüng­lich vom 23.8.2019, 13.10 Uhr]


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