Gericht erlaubt Klima-Protestcamp im Tiergarten [Update]

Seit Freitag protestieren rund 200 Aktivist*innen der Initiative We4Future-Camp zwischen Kanzleramt und Tipi. Das Camp soll bis Montag Nachmittag bestehen, mit Musik, Theater, Akrobatik, aber auch offenen Diskussionen und Workshops. Und natürlich sichtbarem Protest, der in Richtung Kanzleramt ausgerichtet wird.

Die Stadträtin der Grünen/Bündnis 90, früher selbst eine Protestpartei, hat im Vorfeld versucht, das Camp zu verhindern. Sabine Weißler sagte: “Der Große Tiergarten ist eine Erholungsanlage. Wir wollen verhindern, dass da so etwas entsteht.” Damit ist sie offenbar auf dem gleichen Weg wie der Bezirksbürgermeister Stephan Dassel (ebenfalls Grüne), der immer wieder Zelte von Obdachlosen abräumen lässt. Dass nun auch den Klima-Aktivisten mit Law-and-Order-Methoden entgegnet wird, wird der Partei vermutlichen nicht besonders hoch angerechnet. Zumal der Große Tiergarten gerade in den Sommermonaten ständig für Veranstaltungen genutzt wird, selbst für kommerzielle Events.

Am Freitag Nachmittag sind die Veranstalter*innen vor das Oberlandesgericht gezogen, da sie der Meinung waren, dass nicht der Bezirk zuständig ist, sondern die Versammlungsbehörde des Senats. Dies sah das Gericht genauso und erlaubte das Camp bis zum Montag durchzuführen.

Informationen zum Camp: www.we4future-camp.de

 


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