Moabitopoly

Dokufiktion über die Gründung der Demokratischen Moabiter Republik. Mitten in Berlin wird ein neuer Staat ausgerufen: Nach der Annexion durch eine selbsternannte Elite trennt sich Moabit von Deutschland. Zwielichtige Geschäfte, Korruption, Rebellion, Grenzen, Militärmacht, Repression: Der Film „Moabitopoly“ zeigt, wie die gesamte Bevölkerung Moabits mitten in Europa einem räuberischen Herrschaftsregime untergeordnet wird.

Schüler*innen aus den 9. bis 11. Klassen der Heinrich-von-Stephan-Schule setzen sich anhand eines fiktiv-lokalen Fallbeispiels mit Übernahmestrategien, Herrschaftsstrukturen und Machtapparaten auseinander. In dieser Stadtteil-Fiktion ergreifen sie für beide Seiten Partei und betrachten das Geschehen aus Blickwinkeln der Unterworfenen ebenso wie aus der Sicht der neuen Staatsmacht. In der Rolle der Herrschenden analysieren sie das wirtschaftliche Potential und die Ressourcen von Moabit und seinen Menschen als Arbeitskräfte und entwerfen politische Rechtfertigungsmechanismen für Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Aus der Perspektive der vereinnahmten Bürger*innen empathisieren sie sich mit ausgebeuteten Völkern und entwickeln Widerstands- und Überlebensstrategien.
Die filmische Erzählung dieser Dokufiktion haben die Schüler*innen von der Konzeption über das Szenenbild bis hin zu Schauspiel und Dreharbeiten mit Hilfe der Künstler*innen Soran Ahmed und Türe Zeybek gemeinsam entwickelt.

Filmscreening im Fenster der Galerie Nord: 10.1.–18.1.2019, täglich ab 18 Uhr
Ausstellung im Kabinett der Galerie Nord: 18.1.–16.2.2019

Galerie Nord / Kunstverein Tiergarten
Turmstraße 75
10551 Berlin

 


ANZEIGE